Festgeld: 1-3 Jahre Laufzeit sind optimal
Lange Laufzeiten bringen kaum höhere Festgeldzinsen
Die Zinsen kurzläufiger Festgeldanlagen sind signifikant höher als die Renditen bei Tagesgeld. Festgeld mit mehr als drei Jahren Laufzeit hingegen lohnt sich kaum, weil die Zinsstrukturkurve in diesem Bereich deutlich abflacht.
Für einjährige Festgeldanlagen zahlt die niederländische ABN-Amro-Tochter MoneYou mit 2,75 Prozent derzeit den höchsten Zinssatz im Festgeldvergleich. Die Mindesteinlage beträgt 500 Euro. Zum Vergleich: Der beste für Bestandskunden erhältliche Tagesgeldzinssatz beträgt 2,45 Prozent (und ist ebenfalls bei MoneYou erhältlich).
Kaufkrafterhalt als Anlageziel
Bei zwei Jahren Laufzeit liegt das Denizbank Festgeld mit 3,00 Prozent vorn. Die Denizbank setzt 1.000 Euro Mindesteinlage voraus. Die Kundengelder sind über die gesetzliche österreichische Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Einleger abgesichert.
Auch bei drei Jahren Anlagedauer bietet die Denizbank mit 3,40 Prozent einen der höchsten Zinssätze am Markt. Bei vier Jahren Laufzeit beträgt der Renditeaufschlag für das zusätzliche Jahr lediglich 0,20 Prozent, wenn ausschließlich Banken mit kerneuropäischer Einlagensicherung berücksichtigt werden: Die VTB Direktbank und die GEFA-Bank zahlen jeweils 3,60 Prozent.
Kombiprodukte sind ein Mittelweg
Im aktuellen Marktumfeld ist der Erhalt der Kaufkraft das wichtigste Ziel für sicherheitsorientierte Anleger. Der Renditeaufschlag gegenüber Tagesgeld rechtfertigt eine mehrjährige Kapitalbindung, zumal das Zinsniveau durchaus noch etwas weiter sinken und für ungewisse Zeit niedrig bleiben kann.
Wenn zumindest ein Teil des Anlagebetrages jederzeit griffbereit sein soll, können Kombiprodukte ein geeigneter Mittelweg sein. Das VTB Duo der VTB Direktbank bietet bei drei Jahren Laufzeit 3,0 Prozent Zinsen. Über 20 Prozent der Anlagesumme kann jederzeit frei verfügt werden.
(Foto: © Michael Staudinger / www.pixelio.de)
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