Fed-Chef Bernanke: Deflation wäre Anlass für unkonventionelle Gegenmaßnahmen
Erstes öffentliches Statement von Ben Bernanke nach dem Start der „Operation Twist“
Auf einer Veranstaltung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) in ihrer Niederlassung in Cleveland hat US-Notenbankchef Ben Bernanke sich zum ersten Mal seit Beginn der „Operation Twist“ wieder öffentlich zur Strategie der Fed geäußert.
Notenbankchef Bernanke: „Wir wollen keine Deflation“
„Wenn die Teuerung oder die Teuerungserwartungen auf einen zu niedrigen Stand sinken, wäre das etwas, auf das wir reagieren müssten, weil wir keine Deflation wollen”, sagte Bernanke am Mitwoch in Cleveland.
Wie der Notenbankchef weiter ausführte, wolle die Fed in den kommenden Wochen und Monaten die Entwicklung der Teuerung genauestens weiter beobachten. Auf eine absinkende Inflation, die bestimmte Grenzwerte unterschreitet will die US-Notenbank dabei dann schnell und kräftig reagieren.
Offenbar dürfte die US-Notenbank bei diesem heiklen Thema auch vor unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen nicht zurückschrecken.
„Operation Twist“: Die langfristigen US-Zinsen sollen runter
Bereits sehr unkonventionell war in der vergangenen Woche natürlich schon die Implementierung der „Operation Twist“, die Neuauflage einer auch schon in den 1960er Jahren durchaus nicht unumstrittenen Strategie, um die lahmenden US-Wirtschaft anzukurbeln.
Die Zielsetzung hinter der „Operation Twist“: Die langfristigen Zinsen in den Vereinigten Staaten weiter herunterschrauben.
(Bild: © Gerd Altmann / www.pixelio.de)
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