EZB-Chefvolkswirt: Peter Praet, nicht Jörg Asmussen oder Benoît Coeuré
EZB-Direktorium ernennt belgischen Wirtschaftswissenschaftler Praet
Der neue Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB) steht fest und die Personalie ist nach Einschätzung von Experten eine handfeste Überraschung:
Der belgische Finanzexperte Peter Praet wurde vom Direktorium der EZB (im Bild: EZB-Zentrale in Frankfurt am Main) zum Chefvolkswirt ernannt, wie die Notenbank am Dienstag in Frankfurt am Main mitgeteilt hat.
Favoriten gescheitert: Weder Asmussen noch Coeuré werden Chefvolkswirt der EZB
Praet war im Vorfeld nicht als aussichtsreicher Kandidat gehandelt worden, man war eher davon ausgegangen, dass der Deutsche Jörg Asmussen oder aber der Franzose Benoît Coeuré den einflussreichen Posten innerhalb der EZB bekommen würden.
Asmussen und Coeuré werden dem EZB-Statement zufolge allerdings „andere Aufgaben“ in der Europäischen Zentralbank erhalten. Asmussen soll nach Aussagen der EZB-Verantwortlichen in Zukunft „für internationale und europäische Beziehungen” zuständig sein.
EZB-Chefvolkswirt: Erstmals kein Deutscher auf diesem wichtigen EZB-Posten
Mit der Nominierung von Peter Praet ist klar, dass zum ersten Mal in der noch recht kurzen Geschichte der Zentralbank kein Deutscher das Amt des Chefvolkswirtes innehaben wird.
Praet, ein Wirtschaftswissenschaftler, ist schon seit Juni 2011 Mitglied im Direktorium der EZB, vor seinem Amtsantritt in Frankfurt war er Direktor der Notenbank seines Heimatlandes.
(Bild: © Europäische Zentralbank (EZB): Ingo Heemeier / www.pixelio.de)
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