EZB besorgt: Verbraucherpreise steigen um 2,6 Prozent
Inflation in der Euro-Zone: Wird jetzt alles teurer?
Erst kürzlich machte die Meldung in der Medienlandschaft Runde, dass die Europäische Zentralbank (EZB) schon zum 1. April ihren Leitzins heben wolle, trotz dieses Timings möglicherweise kein Aprilscherz. Heute war von der EZB und dem Einzelhandelsverband HDE zu erfahren, dass die Inflationsrate in der Euro-Zone unerwartet stark auf 2,6 Prozent angestiegen sei. Die im Einzelhandel tätigen Unternehmen in den europäischen Ländern müssen sich deswegen möglicherweise auf deutliche Einbrüche im Umsatz einstellen.
Energie und Nahrungsmittel: In welchen Bereichen mit Veränderungen zu rechnen ist

Nachdem die Kaufbereitschaft der deutschen Verbraucher im ersten Jahr nach der Weltwirtschaftskrise 2009 zuerst zögerlich, dann aber wieder deutlich zunahm, dürften die aktuellen Entwicklungen bei den Preisen erneut für Verärgerung und Kaufzurückhaltung sorgen. In letzter Zeit führen insbesondere Ereignisse wie die politischen Unruhen im Norden Afrikas zu Veränderungen beim Ölpreis.
Weitere Schwierigkeiten gibt es auch bei auf den ersten Blick recht banalen Dingen, wie der Markteinführung des neuen Kraftstoffs E-10. Politik und Konzerne versuchen bereits, sich hier den Verbrauchern wieder anzunähern. Doch ein Punkt dürfte grundsätzlich für nachlassende Kauflaune sorgen: Höhere Preise bei Lebensmitteln.
Chancen und Risiken: Einzelhandel zeigt sich besorgt
Die Vertreter des Einzelhandels – allen voran der Verband HDE – sprachen in dieser Woche bereits öffentlich ihre Sorgen bezüglich höherer Preise für Lebensmittel und Kraftstoffe aus. Insbesondere im Lebensmittel-Bereich würden Teuerungen die Verbraucher sehr schmerzen und insgesamt die Konsumbereitschaft dämpfen. Darüber hinaus dürfte das für Lebensmittel, Energie und Kraftstoffe ausgegebene Geld an anderen Stellen im Einzelhandel fehlen, die weniger essentielle Produkte anbieten. Es bleibt abzuwarten, ob und vor allem wann die EZB handelt und wie sich die Lage bis dahin weiter entwickelt.
(Foto: © Europäische Zentralbank / EZB Pressebild)
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