Ex-UBS-Händler Adoboli: Nicht schuldig - Prozessbeginn im September

30. Januar 2012

Im September 2011 erschütterte ein Milliardenverlust die UBS AG


Bei einer weiteren Anhörung vor einem Londoner Gericht hat der schon am 15. September 2011 in Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Milliardenbetrug im Hause der Schweizer Großbank UBS festgenommene Trader Kweku Adoboli auf „nicht schuldig“ plädiert.

 

Londoner Richter belässt Adoboli in Untersuchungshaft bis zum Prozessbeginn


Angeklagter UBS-Händler Kweku Adoboli plädiert auf „nicht schuldig“, Richter Alistair McCreath legt vorläufigen Prozessbeginn auf den 3. September 2012Schon bei vorhergehenden Gerichtsterminen in der britischen Hauptstadt (im Bild: Royal Courts of Justice in London) hatte sich Adoboli nicht zu den erhobenen Vorwürfen geäußert sondern lediglich gegenüber dem Gericht seine Identität bestätigt.

 

Im Anschluss an die Anhörung legte das Gericht unter Vorsitz von Richter Alistair McCreath den Termin für den vorläufigen Prozessbeginn fest, bis zum 3. September 2012 soll Adoboli nach dem Willen des Gerichts in Untersuchungshaft bleiben.

 

Dem 31-jährigen Ex-UBS-Händler Adoboli wird vorgeworfen durch Betrug und Bilanzfälschung einen Handelsverlust in Höhe von 1,5 Milliarden Euro verursacht zu haben. In der Londoner Niederlassung der UBS AG war Adoboli für Exchange Traded Funds (ETFs) verantwortlich.

 

Milliardenverlust bei Exchange Traded Funds kostete UBS-CEO Grübel seinen Posten


Der möglicherweise durch Kweku Adoboli verursachte Handelsverlust hatte bereits Ende September 2011 den damaligen UBS-CEO Oswald Grübel seinen Jobs gekostet. Darüber hinaus waren die Sicherheitsvorkehrungen und Praktiken im Risikomanagement der Schweizer Großbank in die Diskussion geraten.

 

Wenig später, im Oktober 2011 mussten die beiden UBS-Topmanager, die für den globalen Aktienhandel verantwortlich waren ebenfalls ihren Rücktritt erklären.

 

 

(Bild: © Royal Court of Justice in London: tokamuwi / www.pixelio.de)


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