EU-Regierungskreise: Ratingvotum erst im Januar 2012 erwartet

24. Dezember 2011

Reuters-Quellen: S & P wird erst im Januar publizieren


Wie die Nachrichtenagentur von zwei unabhängigen und hochrangigen Quellen auf Regierungsebene von Euro-Ländern vor dem Wochenende erfahren hat, will die führende US-Ratingagentur Standard & Poor’s (S & P) ihr mit großer Spannung erwartetes Ratingvotum für 15 Länder der Euro-Zone erst im Januar 2012 publizieren.

 

Standard & Poor’s lässt der Euro-Zone noch etwas zeitlichen Spielraum für Krisenmanagement


Standard & Poor’s: Laut Reuters-Quellen wird ein Ratingvotum für die 15 Euro-Zonen-Staaten mit negativem Ausblick erst im Laufe des Januar 2012 erwartet„Wir haben ein informelles Signal erhalten von Standard & Poor’s, wonach sie damit erst im Januar herauskommen wollen”, ließ die Reuters-Quelle, ein hochrangiges Regierungsmitglied eines Euro-Landes, die Nachrichtenagentur wissen.

 

„In den bisher geführten Gesprächen haben sie das zwischen den Zeilen durchblicken lassen“, ergänzte der ungenannte Spitzenpolitiker vor dem Wochenende.

 

Auch eine zweite Quelle von Reuters bestätigte diese Vermutung in ihren Grundzügen. Mit einer Ratingentscheidung zwischen den Jahren hatte in der Euro-Zone allerdings auch niemand mehr ernsthaft gerechnet.

 

D und F: Seit 6.12 2011 stehen die Ratings der Euro-Schwergewichte auf dem Prüfstand


Ratingexperten gehen nun mehrheitlich davon aus, dass die neuen Ratingnoten für alle betroffenen 15 Länder der Euro-Zone auf einen Schlag veröffentlicht werden dürften.

 

Am 6. Dezember 2011 hatte S & P den Ausblick für die Ratings von 15 Staaten der Euro-Zone – darunter auch die Ratings der Euro-Zonen-Schwergewichte Deutschland und Frankreich – mit einer negativen Einschätzung versehen und eine Neubewertung innerhalb von drei Monaten angekündigt.

 

Eine solche Neubewertung gilt unter Experten als direkte Vorstufe möglicher Rating-Downgrades.

 

 

(Bild: © S & P-Entscheidung erst 2012 erwartet: Gerd Altmann / www.pixelio.de)


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