Erzeugerpreise: Stärkster Anstieg seit fast 30 Jahren
Statistisches Bundesamt: Hohe Energiekosten trieben Erzeugerpreise nach oben
Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat die Entwicklung der Erzeugerpreise des vergangenen Jahres genau beobachtet und zu Jahresbeginn 2012 nun seine Ergebnisse veröffentlicht.
Das Ergebnis: Vor allem die sehr hohen Energiekosten haben die Preise von Rohstoffen und Industrieerzeugnissen in Deutschland so stark steigen lassen wie seit beinahe 30 Jahren nicht mehr.
Im Jahresschnitt lagen die Erzeugerpreise demnach um 5,7 Prozent höher als noch im Jahre 2010.
Seit 1982 gab es keinen vergleichbar hohen Anstieg bei den Erzeugerpreisen
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts war der in 2011 verzeichnete Anstieg bei den für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wichtigen Preisen von Rohstoffen und Industrieerzeugnissen der höchste seit dem Jahre 1982.
Die Erzeugerpreise spiegeln die Preisentwicklung von Rohstoffen und Industrieerzeugnissen wieder, welche in der Bundesrepublik produziert und im Anschluss auch im Inland verkauft werden.
Zu den Produzenten von Rohstoffen und Industrieerzeugnissen gehören hierzulande unter anderem das verarbeitende Gewerbe, die Energie- und Wasserwirtschaft sowie der Bergbau.
Energiekosten waren der Preistreiber und machten Metalle und Lebensmittel deutlich teurer
Das Statistische Bundesamt hat die Preisentwicklung der Erzeugerpreise auch ohne die darin enthaltenen Energiekosten betrachtet: Ohne Berücksichtigung der Energiekosten wären die Erzeugerpreise in 2011 lediglich um 3,5 Prozent und damit analog zum allgemeinen Wirtschaftswachstum angestiegen.
Laut den Bundesstatistikern wurden Metalle im Durchschnitt um 9,2 Prozent teurer und auch Nahrungsmittel verteuerten sich mit einem Anstieg von 6,0 Prozent noch leicht überdurchschnittlich.
(Bild: © Energiekosten trieben 2011 die Erzeugerpreise in die Höhe: Stephanie Hofschlaeger / www.pixelio.de)
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