Erfreulich: EZB meldet weniger Falschgeld im Umlauf
Weiter rückläufig: Europäische Zentralbank berichtet von weniger „Blüten“
Am Montag konnte die EZB, die Europäische Zentralbank, zwischen lauter Krisennachrichten endlich auch einmal wieder gute Neuigkeiten für Unternehmen und Verbraucher zu vermelden: Nach EZB-Angaben hat das Volumen des sich im Umlauf befindlichen Falschgelds in ersten Jahreshälfte 2011 seine deutlich rückläufige Tendenz fortgesetzt. Wie die EZB weiter mitteilte seien zwischen Januar und Juni 2011 nur rund 296.000 falsche Banknoten („Blüten“) aufgetaucht und eingezogen worden.
Gegenüber dem zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres bedeute dies einen Rückgang um beinahe 20 Prozent. Noch signifikanter wird der Rückgang gegenüber der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2009: In diesem Zeitraum hatte die EZB rund 1,5-mal so viele falsche Banknoten eingesammelt wie zwischen Januar und Juni des laufenden Jahres.
„Blüten“ im Umlauf: Minus 20 Prozent in Europa, minus 28 Prozent in der BRD
Darüber hinaus nutzten die Euro-Banker die willkommene Gelegenheit am Montag um die Zahl der entdeckten „Blüten“ einmal in Relation zur tatsächlich im Umlauf befindlichen Geldmenge zu setzen: „Vergleicht man das mit der Anzahl der Geldscheine in Umlauf (im Schnitt 13,8 Milliarden), bleibt der Anteil der falschen Noten sehr gering“, konnten die EZB-Experten nicht ohne Stolz vermelden.
Besonders stark rückläufig war die Zahl der gefälschten Banknoten erfreulicherweise in Deutschland, sie sank gegenüber dem letzten Halbjahr um 28 Prozent. Entdeckt wurden so nur noch knapp 19.000 falsche Banknoten. Die Deutsche Bundesbank bezifferte den entstandenen Schaden durch Falschgeld in der Bundesrepublik in den ersten Monaten des laufenden Jahres auf verhältnismäßig überschaubare 1,1 Millionen Euro.
Falschgeld in Deutschland: Das Risiko tragen vor allem die Händler
Darüber hinaus bemühte sich die Deutsche Bundesbank in einem ebenfalls am Montag veröffentlichten Statement besorgte Verbraucher mit einer einfachen Modellrechnung zu beruhigen:
„Das Risiko für den Bürger, mit Falschgeld in Berührung zu kommen, ist mit rechnerisch fünf Falschnoten auf 10.000 Einwohner pro Jahr sehr gering, zumal in erster Linie der Handel Opfer von Falschgeld ist”, sagte Carl-Ludwig Thiele, im Vorstand der Deutschen Bundesbank unter anderem zuständig für die unerfreuliche Thematik Falschgeld.
(Foto: © Margot Kessler / www.pixelio.de)
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