E.ON: CEO Teyssen erwägt Brennelementesteuer-Klage
E.ON-CEO Teyssen im Fokus der Öffentlichkeit
Unter der Woche hatte E.ON-CEO Johannes Teyssen einen viel beachteten Auftritt vor der von der Bundesregierung einberufenen Ethikommission zur Kernenergie in Deutschland. In dieser TV-Runde wurde intensiv diskutiert und der durchaus nicht unumstrittene Vorstandschef Teyssen konnte sowohl durch Sach- und Fachargumente als auch durch klare Ansagen durchaus Sympathien gewinnen. In einem heute erschienen Interview mit der Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ schlägt der Energie-Boss nun aber jetzt wieder härtere Töne an.
In Bezug auf eine mögliche E-ON-Klage gegen die Brennelementesteuer des Bundes sagte er: „Es spricht manches für eine Klage“. Auf eine Klage gegen das Atom-Moratorium selbst hatte der in Düsseldorf ansässige Energiekonzern zuletzt – im Gegensatz zum Rivalen RWE – noch verzichtet.
Teyssen: Keine Laufzeitverlängerung, keine Brennelementesteuer
Der Zeitplan für eine mögliche Klage liegt dabei bereits auf dem Tisch, denn Ende Mai wird für die neuen Brennelemente im KKW Grafenrheinfeld die erste Brennelementesteuer-Zahlung. Bis dahin wollen E.ON und CEO Teyssen die notwendigen Abwägungen treffen und sich für oder gegen eine Klage entscheiden.
Ein wichtiger Punkt sei dabei, so Teyssen im Interview weiter, wie es nach Ablauf des Moratoriums mit der Laufzeitverlängerung weiter gehe, denn für ihn sei eine Brennelementesteuer ohne Laufzeitverlängerung nicht vorstellbar, da diese beiden gesetzlichen Maßnahmen im direkten Zusammenhang stünden.
E.ON: Größter privatwirtschaftlicher Konzern unter vielen Staatsriesen
Unter den wirklich großen Energiekonzernen der Welt dominieren aufgrund der essentiellen Wichtigkeit einer gesicherten Energieversorgung tradtitionell immer noch viele staatliche Konzerne, zum Beispiel in Russland. In diesem Zusammenhang nimmt die E.ON AG eine Sonderstellung an, denn der Düsseldorfer Energiekonzern ist heute tatsächlich der größte nichtstaatliche Energieversorger der Welt.
Die Tätigkeitsschwerpunkte des Konzerns liegen vor allem in den Bereichen Elektrizität und Gas, vor allem der europäische Markt steht im Fokus der E.ON AG.
(Foto: © E.ON AG / Bildarchiv)
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