Dow Jones im April 2011: Bester Monat seit Dezember 2010

30. April 2011

Kursgewinne bei Industrietiteln sorgen für erfreuliches Monatsergebnis


Der US-Leitindex Dow Jones profitierte am letzten Handelstag vor allem noch einmal von Kursgewinnen bei klassischen Industrietiteln und legte damit im April 2011 seinen besten Börsenmonat seit dem vergangenen Dezember hin. Die jüngste Kurs-Rally ist allerdings auch dringend nötig, denn der kommende Monat Mai ist – wenn man den der Börsen-Statistik der vergangenen Jahre trauen darf – an den US-Börsen traditionell ein eher schwacher Monat.

 

Die US-Indizes: Dow Jones, S&P-500 und die Nasdaq-Indizes


US-Leitindex legte beste Monatsperformance seit Dezember 2010 hinZum Handelsschluss am Freitag ging der Dow Jones mit einem soliden Tagesplus von 0,37 Prozent aus dem Handelsmonat April. Über die Gesamtwoche gesehen konnte der Dow Jones 2,4 Prozent zulegen. Insgesamt brachte der April 2011 dem Dow Jones einen Zuwachs von 4 Prozent.

 

Weniger stark wuchs am Freitag der deutlich breiter gefasste S&P-500-Index: Er stieg immerhin noch um 0,23 Prozent auf 1.363,61 Punkte gegenüber dem Vortag. Der Technologieindex Nasdaq Composite trat am letzten Handelstag des Monats hingegen eher auf der Stelle und verabschiedete sich mit einem minimalen Plus von 0,04 Prozent und 2.873,54 Punkten aus dem Handel.

 

Der Auswahlindex Nasdaq 100 lag am Freitag sogar leicht im Minus und verlor 0,24 Prozent auf 2.404,08 Punkte.

 

Klare Verlierer: RIM und Microsoft – zu viel Druck von Apple


Am unteren Ende von Nasdaq 100 und Dow Jones fanden sich am gestrigen Börsen-Freitag zwei höchst etablierte und traditionsreiche Konzerne: Research in Motion ( RIM) und Microsoft. Microsoft verlor am Handelstag rund 2,6 Prozent und notierte nur noch bei knapp über 26 Dollar pro Anteilsschein, dem schlechtesten Ergebnis seit Juli 2009. Die Analysten und Trader haben offenkundig Sorge, dass die sinkenden Verkaufszahlen von PCs mit vorinstallierten Windows 7 die Microsoft-Bilanz nachhaltig eintrüben könnten.

 

Noch schlimmer erging es dem kanadischen Blackberry-Produzenten RIM, die Aktie brach um über 14 Prozent auf nun 48,65 US-Dollar ein und lag damit abgeschlagen auf dem letzten Platz im Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100. Blackberry hat offenkundig massiv mit dem Konkurrenzprodukt Apple iPhone zu kämpfen, auch der Launch einer breit angelegten Werbekampagne brachte bislang wohl noch nicht die gewünschten Resultate.

 

 

(Foto: © Marvin Ronsdorf / ABOUTPIXEL)


Weitere Artikel zum Thema:


  1. US-Börsen: Langes Börsenwochenende steht an
  2. Der Börsen-Montag: Geringe Umsätze und Zurückhaltung
  3. Bilanz nach erstem Quartal 2011: Dax leicht unter Prognosen
  4. Microsoft vs Apple: Apple liegt vorn
  5. Aktienmärkte melden Verluste - Unruhen in Libyen üben großen Einfluss aus
Diesen Artikel weiterempfehlen: