DIW-Studie: Elterngeld erfüllt seinen Zweck
„Elterngeld Monitor“: Bundesfamilienministerium gab Studie beim DIW in Auftrag
Laut der Studie „Elterngeld Monitor“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) erfüllt das noch von der Großen Koalition eingeführte Elterngeld grundsätzlich den ihm zugedachten Zweck bei der finanziellen Unterstützung von Familien (Symboldbild).
Wurde die Einkommenssituation von Familien durch das Elterngeld verbessert?
„Es entfaltet damit die ihm vom Gesetzgeber zugedachten Wirkungen“, lautete in Berlin das Fazit der DIW-Studie. In Auftrag gegeben wurde die aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung allerdings vom Bundesfamilienministerium, dem für das Elterngeld zuständigen Ministerium.
Die Studie sieht folgende Erfolge: Seit der Einführung des Elterngelds vor rund fünf Jahren hätten sich die Einkommen von Familien nach der Geburt eines Kindes erhöht und der sogenannte „Achterbahneffekt“ konnte verringert werden. Darüber hinaus hätten sich laut DIW die Babypausen von Müttern in Deutschland verkürzt und die Väter würden sich seit Einführung des Elterngeldes stärker in der Kinderbetreuung engagieren.
Brachte das Elterngeld für hoch gebildete Mütter das gewünschte Ergebnis?
Der Studie zufolge erhöhte sich das Einkommen von Familien, die Elterngeld bezogen, im ersten Lebensjahr des Kindes um circa 400 Euro pro Monat. Profitieren würden laut DIW sowohl Mütter mit geringen Bildungsabschlüssen als auch Mütter mit hohen Bildungsabschlüssen. Vor allem letztere standen bei der Konzipierung des Elterngeldes ja explizit im Mittelpunkt der Bemühungen.
Der Höchstbetrag des Elterngeldes, das sich stets am bisherigen Einkommen von Mutter oder Vater orientiert, beträgt allerdings 1.800 Euro, der Mindestbetrag liegt bei 300 Euro pro Monat. Die Zahl von 400 Euro pro Monat spricht hier eine deutliche Sprache: Trotz aller Beteuerungen von DIW und Bundesfamilienministerium bezogen wohl bislang vor allem viele Mütter und wenige Väter mit geringem Bildungsabschluss beziehungsweise geringem Einkommen Elterngeld.
(Bild: © Familien und Elterngeld: Stephanie Hofschlaeger / www.pixelio.de)
Weitere Artikel zum Thema:
- BDI-Studie: Wie teuer wird der Strom?
- Prognos-Studie Mindestlohn: Der Mindestlohn aus fiskalischer Sicht
- Mediennutzung und Freizeitgestaltung: Studie von American Tobacco und der GfK
- Fraunhofer-Studie: Ist Windenergie so leistungsfähig wie Atomkraft?
- Euro oder Teuro? Statistisches Bundesamt blickt zurück auf zehn Euro-Jahre

