Deutschland legt vor: Vermögensverluste der Finanzkrise wieder ausgeglichen

27. September 2010

Global dauert der Ausgleich weiter an, Folgen sind noch nicht überwunden


Deutschland hat es geschafft, die großen Vermögensverluste der Finanzkrise im Land auszugleichen. Dieses positive Resultat liefert der “Global Wealth Report 2010″ der Allianz: 50 Länder wurden im Hinblick auf die Finanzkrise, die vor rund 2 Jahren ihren Höhepunkt erreicht hatte, analysiert.


Als Gründe für die gute Entwicklung in Deutschland gelten die vergleichsweise hohe Sparquote und die zurückhaltende Anlagestruktur. Diese hat allerdings den bitteren Beigeschmack, dass neben dem Gesamtausgleich das Pro-Kopf-Geldvermögen nur langsam zunimmt. Europaweit liegt die Zuwachsrate bei durchschnittlich 4,1 Prozent, in Deutschland bei 3,2 %.


Geldvermögen steigt wieder – Niveau vor der Krise noch nicht erreicht


Das globale Geldvermögen verbuchte 7,5 % Zuwachs innerhalb der letzten beiden Jahre. Mit 82,230 Billionen Euro (Stand: Ende 2009) liegt es aktuell aber noch unter dem Niveau von 2007 (85,590 Billionen Euro). Vor allem große Industrieländer haben noch stark mit den Verlusten zu kämpfen.


Allen voran steht Griechenland als Verlierer der Krise fest. Es büßte seit 2007 rund 14 % seines Geldvermögens ein. Die USA halten weiterhin den größten Anteil am Weltvermögen (39 %), dennoch hat sich das Vermögen um 12 Prozent geschmälert. Spanien folgt auf Platz 3 des Verlierertreppchens mit einem Minus von 9,5 %.


Risikobereitschaft der Sparer deutlich zurückgegangen


Die Finanzkrise hat eine spürbare Risikoscheu mit sich gebracht. Viele Sparer stehen langfristigen Anlagen und dem Wertpapierhandel sehr kritisch gegenüber und haben die Altersvorsorge als ehemals dominantes Sparmotiv in den Hintergrund gerückt. Die Banken reagieren aktuell mit der verstärkten Anpreisung ihrer Tagesgeld- und Festgeld-Angebote und liefern sich einen ständigen Konkurrenzkampf um die besten Zinssätze.

Den vollständigen “Allianz Global Wealth Report 2010″ gibt es als kostenlosen Download im PDF-Format.


(Foto: © lusi / stock.xchng)

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