Deutsche Bank: Vermögensverwaltungsverkauf kommt nicht voran

12. Mai 2012

Ackermann wollte ertragsschwache Vermögensverwaltung noch in seiner Amtszeit veräußern


Die Deutsche Bank kommt mit dem eigentlich fest eingeplanten Verkauf ihrer vergleichsweise ertragsschwachen Vermögensverwaltung nicht voran. Eigentlich hatte Josef Ackermann, der scheidende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank AG, den Verkauf der ungeliebten Konzernsparte noch vor dem Ende seiner Amtszeit als CEO der größten deutschen Bank auf den Weg bringen wollen.

 

Doch kein schneller Abschluss der Verhandlungen: Guggenheim Partners verliert Interesse


Josef Ackermann wollte als letzte Tat bei der Deutschen Bank AG eigentlich den Komplettverkauf der Vermögensverwaltung auf den Weg bringen, der US-Kaufinteressent Guggenheim Partners will aber offenbar nur noch den Immobilien- und Infrastrukturfonds-Anbieter RREEF übernehmen.Noch vor wenigen Wochen hatte es Medienberichte über einen baldigen Abschluss der laufenden Verhandlungen mit der New Yorker Investmentgesellschaft Guggenheim Partners gegeben.

 

Die Deutsche Bank spricht aktuell immer noch mit Guggenheim Partners, die US-Amerikaner sind nach Angaben des Deutsche Bank-Managements aber maximal noch an RREEF, dem Immobilien- und Infrastrukturfonds-Anbieter der Deutsche Bank-Gruppe interessiert.

 

Über weitere Bereiche der Vermögensverwaltung wird demnach nicht mehr exklusiv mit Guggenheim Partners gesprochen. Das von RREEF verwaltete Vermögen liegt bei rund 47 Milliarden Euro, dies sind allerdings gerade einmal zehn Prozent der gesamten Vermögensverwaltungssparte.

 

Deutsche Bank-Vermögensverwaltung: Welche Unternehmen gehören noch dazu?


Die Deutsche Bank will auch die Sparten Deutsche Insurance Asset Management (Vermögensverwaltung für Versicherungen) und DB Advisors (Vermögensverwaltung für weitere institutionelle Kunden) sowie das US-Geschäft von DWS (Publikumsfondsgesellschaft) veräußern.

 

Ursprünglich hatte sich die deutsche Großbank einen Erlös aus dem Verkauf der Vermögensverwaltungssparte von rund zwei Milliarden Euro versprochen, Experten veranschlagten den Gesamtwert aller Bereiche zuletzt allerdings nur auf circa 1,5 bis 1,6 Milliarden Euro.

 

 

(Bild: © Deutsche Bank AG ringt immer noch um Verkauf der Vermögensverwaltungssparte: SarahC. / www.pixelio.de)


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