Citigroup: Auch Citigroup zahlt zur Beilegung von SEC-Vorwürfen

20. Oktober 2011

Nach Goldman Sachs und JPMorgan Chase: Auch Citigroup muss viele Millionen US-Dollar berappen


Die US-Börsenaufsicht SEC hat sich mittlerweile zahlreiche US-Großbanken und US-Investmentbanken vorgenommen und ihnen Verstöße und Versäumnisse im Zusammenhang mit riskanten Hypothekengeschäften vorgeworfen.

 

Citigroup sucht Ende der Ermittlungen: 285 Millionen Dollar fließen als Strafen und Wiedergutmachungen


Schon im vergangenen Jahr hatte Goldman Sachs sich wegen solcher Vorwürfe dazu entschlossen freiwillig 550 Millionen US-Dollar zu bezahlen und damit einen drohenden Rechtstreit zu verhindern.

 

Der Vorwurf: Citigroup verkaufte inmitten der Finanzkrise munter weiter komplexe Hypothekenwertpapiere an Kunden - und wettete gleichzeitig auf massive Kursverluste bei diesen Papieren, die dann auch eintraten.Auch JPMorgan Chase war von der SEC zur Kasse gebeten worden und hatte insgesamt 210 Mio. US-Dollar bezahlt, sowohl in Form von Strafzahlungen als auch Wiedergutmachungen an Kunden.

 

Die US-Großbank Citigroup ist nun die nächste in dieser Reihe: Die Citigroup-Verantwortlichen haben sich dazu entschlossen sich für rund 285 Millionen Dollar „freizukaufen“.

 

Im Gegenzug stellt die US-Börsenaufsicht SEC weitere Ermittlungen gegen die Citigroup wegen deren Gebaren im Hypothekengeschäft ein.

 

Doppeltes Spiel: Hat die Citigroup ihren Kunden Papiere verkauft, an deren Wert sie selbst schon nicht mehr glaubte?


Die von der SEC gegen die Citigroup erhobenen Vorwürfe wiegen übrigens schwer:

 

Noch zu absoluten Hochzeiten der Finanzkrise (Symbolbild) soll die US-Großbank nicht davor zurückgeschreckt haben ihren Kunden komplexe Hypothekenwertpapiere mit zweifelhaftem Wert zu verkaufen – und im Hintergrund gleichzeitig massiv auf Kursverluste bei eben jenen Papieren gesetzt haben.

 

Während die Anleger – sowohl institutionelle Investoren als auch Kleinsparer – teilweise horrende Verluste verkraften mussten konnte die US-Großbank aus diesen Geschäften rund 160 Mio. US-Dollar Gewinn verbuchen.

 

 

(Bild: © Gerd Altmann / www.pixelio.de)


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