Bundeswertpapiere weiter kein Ersatz für Tagesgeld
Banken zahlen höhere Tagesgeldzinsen als der Staat
Bundeswertpapiere bleiben ein Renditekiller. Mit Schuldverschreibungen des Bundes erleiden Anleger Kaufkraftverluste. Das gilt ganz besonders für die Tagesanleihe des Bundes, die einst als staatliches Substitut für Tagesgeld gepriesen wurde.
Die Tagesanleihe des Bundes bot nach Angaben der Bundesfinanzagentur am Montagabend einen Tageszins in Höhe von 0,21 %. Das Konzept der Anleihe sieht vor, dass die Zinsen täglich dem Kurs zugeschlagen und einmal im Jahr in Nennwert umgewandelt werden. Dadurch werden Kursrisiken ausgeschaltet.
Bundesschatzbriefe: 1,2 % für sieben Jahre
Die anderen Bundeswertpapiergattungen geben kein besseres Bild ab. Bundesschatzbriefe vom Typ A (sechs Jahre Laufzeit, jährliche Zinszahlungen) bieten eine durchschnittliche jährliche Rendite von gerade einmal 1,02 %. Schatzbriefe vom Typ B (sieben Jahre Laufzeit, Thesaurierung der Erträge) rentieren mit gerade einmal 1,2 %.
Bundesobligationen mit einer Laufzeit von vier Jahren und elf Monaten boten am Montagabend eine Rendite von 0,88 %. Bundesobligationen werden mit fünf Jahren Laufzeit aufgelegt und sind mit einem jährlichen Zinskupon ausgestattet. Die endfälligen Finanzierungsschätze bieten bei zwei Jahren Laufzeit gerade 0,1 % Rendite. Wer heute 499 € investiert, erhält in zwei Jahren und ohne zwischenzeitliche Zinszahlungen 500 € zurück.
Tagesgeldkonten bieten mehr Rendite
Obwohl die Konditionen im Einlagengeschäft in den vergangenen Wochen massiv unter Druck geraten sind, bieten Anlagen in Tagesgeld eine deutlich höhere Rendite als Leihgaben an den Bundesfinanzminister. Dabei muss auf Sicherheit nicht verzichtet werden.
(Foto: © Jörg Sabel / www.pixelio.de)
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