Bundesregierung: Deutsche Wirtschaft „robust“ in schwierigem Umfeld
Monatsbericht des Bundeswirtschaftsministeriums diagnostiziert „moderates“ Wachstum
In seinem vor dem Wochenende in der Hauptstadt Berlin (im Bild: Reichstag und Ministerien) veröffentlichten Monatsbericht schrieb das Bundeswirtschaftsministerium über die aktuelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft:
„Nach dem wachstumsstarken ersten Quartal schwächte sich die Dynamik angesichts einer auch international etwas schwächeren Entwicklung erwartungsgemäß merklich ab. Die deutsche Wirtschaft erweist sich in einem schwierigen europäischen Umfeld weiterhin als recht robust.”
Reuters-Umfrage: Ökonomen rechnen für das zweite Quartal mit 0,2 Prozent BIP-Wachstum
Mit Blick auf das zweite Quartal geht die Bundesregierung demnach von einem „moderaten“ Wachstum aus.
Konkrete Zahlen zum zweiten Quartal nannte das Ministerium in seinem Monatsbericht noch nicht, eine erste Schätzung für die jüngste Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts soll am kommenden Dienstag publiziert werden.
Von der Nachrichtenagentur Reuters im Vorfeld der Zahlen befragte Ökonomen rechnen für das Q2 2012 mit einem BIP-Wachstum von vergleichsweise bescheidenen 0,2 Prozent. Im ersten Quartal war die deutsche Wirtschaft noch etwas kräftiger gewachsen und zwar mit 0,5 Prozent.
Bundesregierung sieht Staatsschuldenkrise weiter als größten Risikofaktor für deutsche Wirtschaft
„Die weiteren Aussichten für die deutsche Wirtschaft bleiben erst einmal verhalten und sind mit erheblichen Risiken behaftet”, hieß es im Monatsbericht weiter. „Vor allem die Schuldenkrise in einigen Ländern des Euroraums wirkt erneut belastend, schürt Verunsicherung und führt zu Zurückhaltung in der Wirtschaft.”
(Bild: © Blick über Reichstag und Ministerien in der Bundeshauptstadt Berlin: Dieter Schütz / www.pixelio.de)
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