BIGBANK Festgeld: Bank senkt Festgeldzinsen
Weniger Festgeldzinsen bei drei Laufzeiten
Die estnische BIGBANK hat zum 20. Februar die Zinssätze für neu abgeschlossene Festgeldanlagen gesenkt. Betroffen sind Anlagen mit zwei, drei und vier Jahren Laufzeit. Die Zinssätze des Instituts liegen seit Jahren an der Spitze des Marktes.
Bei Anlagebeträgen unter 10.000 € und jährlicher Zinszahlung sank der Festgeldzinssatz bei zwei Jahren Laufzeit von 3,3 auf 3,1 % im Jahr. Bei drei Jahren Anlagedauer wurde der Zinssatz von 4,05 auf 3,95 % gesenkt. Bei vier Jahren sank die jährliche Verzinsung von 4,2 auf 4,1 %.
Endfällige Zinszahlung nicht empfehlenswert
Die BIGBANK bietet alternativ zur jährlichen Zinszahlungen auch Festgeldanlagen mit endfälligen Zinszahlungen. Diese auf dem deutschen Markt eher unübliche Variante ist im konkreten Fall der BIGBANK allerdings nicht empfehlenswert: Die tatsächliche Rendite liegt unter der von Anlagen mit jährlicher Verzinsung.
Die Kontoführung beim BIGBANK Festgeld ist kostenfrei und ab 1.000 € Mindestanlage möglich. Ab 10.000 € Anlagebetrag gewährt die Bank einen Zuschlag in Höhe von fünf Basispunkten auf die originären Zinssätze. Ab 100.000 € können individuelle Konditionen vereinbart werden.
BIGBANK Festgeld aus Estland: Einlagensicherung?
Estland ist seit dem Jahr 2011 Mitglied der Eurozone. Dementsprechend existiert bei der BIGBANK eine gesetzliche Einlagensicherung gemäß EU Standards. Der Tagatisfond schützt Guthaben bis 100.000 € pro Kunde.
Wie die Schlagkraft der estnischen Einlagensicherung im Ernstfall einzuschätzen ist, ist unsicher. Estland hat lediglich 1,3 Million Einwohner und das Bruttoinlandsprodukt beträgt nicht mal ein Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung. Die Stiftung Warentest zählt die estnische Einlagensicherung nicht zu den zuverlässigsten Einlagensicherungssystemen der Eurozone.
(Foto: © Rainer Sturm / www.pixelio.de)
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