Bargeldversorgung vom Girokonto im Ausland bald nicht mehr möglich?

15. März 2011

Banken sperren Karten außerhalb von SEPA für Bargeldversorung


Bankkunden müssen sich auf Schwierigkeiten bei Kartenzahlungen und bei Bargeldverfügungen außerhalb des SEPA-Zahlungsraumes einstellen. Mehr und mehr Institute sperren ihre Karten für das Ausland oder tauschen sie gegen außerhalb Europas nicht nutzbare Karten um.

 

Die Deutsche Bank bietet ihren Kunden seit einigen Monaten die Möglichkeit, individuelle Verfügungslimits für die Bargeldversorgung im Ausland festzulegen. Das Institut setzte die Standard-Limits auf Null. Kunden müssen es per Anruf erhöhen – das neu festgesetzte Limit ist dann 12 Monate gültig.

 

Anhaltende Sicherheitsbedenken wegen Betrügerbanden


Banken sorgen sich offenbar um die Sicherheit der Konten ihrer Kunden. Betrügerbanden haben in der Vergangenheit häufig die Daten von den Magnetstreifen der Bankkarten kopiert und dann im außereuropäischen Ausland Bargeld abgehoben. Durch die Streichung des Zahlungsverkehrslimits im Ausland sind die Karten dort unbrauchbar: Weder bargeldlose Zahlungen noch Bargeldversorgung am Geldautomaten sind möglich.

 

Betroffen sind Reisende, die sich außerhalb des SEPA-Zahlungsraumes aufhalten. SEPA steht für „Singe European Payment Area“ und umfasst neben den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union weitere 5 Länder.

 

Parallel dazu stellen einige Banken, darunter z. B. die Postbank, ihren Kartenbestand von Maestro (MasterCard) auf V-Pay (Visa) um. V-Pay-Karten können nur in Europa eingesetzt werden. Für reisefreudige Bankkunden gewinnt die Kreditkarte deshalb wieder stark an Bedeutung.

 

Kreditkarte wird und bleibt ein Muss


Mit Kreditkarten (unabhängig davon ob es sich um eine Visa- oder eine MasterCard handelt) ist die Bargeldversorgung weiterhin weltweit möglich. Wer zumindest hin und wieder ins Ausland reist und keine Kreditkarte besitzt, sollte sich deshalb eine zulegen.

 

Die meisten Banken verlangen noch immer hohe Gebühren für Kreditkarten, die eigentlich kaum zu rechtfertigen sind. Deshalb kann sich ggf. ein Wechsel des Girokontos lohnen. Günstige Banken statten ihre Girokonten standardmäßig mit kostenlosen Kreditkarten aus. Dazu zählen zum Beispiel die ING-DiBa und die Deutsche Kreditbank.

Beim Girokonto Vergleich sollte jedoch keinesfalls nur auf die Jahresgebühr geachtet werden. Wichtig sind auch die Konditionen für bargeldlose Zahlungen sowie Bargeldversorgung am Geldautomaten und am Bankschalter im Inland.

 

 

(Foto: © Dieter Schütz / PIXELIO)


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