Bankenbranche: Tarifverhandlungen zwischen ver.di und AGV auf Mai vertagt

30. März 2012

AGV will nicht über „Sachthemen“ sprechen – ver.di denkt über Arbeitskampfmaßnahmen nach


Seit Ende Februar gibt es keinen gültigen Tarifvertrag für die rund 220.000 Beschäftigten des privaten und öffentlichen Bankgewerbes in Deutschland mehr: In Berlin sind am Donnerstag die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und dem Arbeitgeberverband AGV (Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes e.V.) auch in der zweiten Runde ergebnislos vertagt worden.

 

AGV versus ver.di: Erst am 3. Mai 2012 soll über Löhne und Gehälter weiterverhandelt werden


Tarifverhandlungen in der Bankenbranche: Arbeitgeberverband AGV hat noch immer kein Angebot vorgelegt und die Gewerkschaft ver.di denkt schon über Arbeitskampfmaßnahmen nachVerhandelt wird zwischen ver.di und dem AGV über Löhne und Gehälter bei den Großbanken, Privatbanken, Landesbanken und den freien Sparkassen – in diesen Instituten sind rund ein Drittel aller Beschäftigten angestellt. Über die Gehälter in den Kreissparkassen und Stadtsparkassen wird zwischen den Tarifpartnern übrigens nicht verhandelt, denn deren Gehälter orientieren sich an den Abschlüssen im öffentlichen Dienst.

 

Nach Angaben der Verhandlungspartner sind weitere Beratungen erst für den 3. Mai 2012 angesetzt. Die Arbeitgeber sprachen in der Hauptstadt von ersten Bewegungen in einzelnen wichtigen Punkten, nach AGV-Einschätzung sei es aber noch ein weiter Weg bis zu einer tatsächlichen Tarifeinigung.

 

Vor allem die von der Gewerkschaft auf den Verhandlungstisch gebrachten „Sachthemen“ scheinen den Arbeitgebervertretern dabei ein Dorn im Auge zu sein, sie plädierten in Berlin für eine Beschränkung auf die „Tarifebene“.

 

ver.di will sechs Prozent mehr Geld: Arbeitgeber und Arbeitnehmer liegen noch weit auseinander


Die erste Verhandlungsrunde hatte Anfang März stattgefunden und von Seiten der Gewerkschaft war eine Lohnerhöhung um sechs Prozent gefordert worden. Die Arbeitgeber hatten diese Forderung als zu hoch zurückgewiesen. 2010 hatte es in der Bankenbranche nur Lohnsteigerungen in Höhe von 1,6 Prozent gegeben, der Lohnzuwachs lag also unterhalb der Inflationsrate.

 

Die Gewerkschaft erklärte hingegen, dass von Seiten der Arbeitgeber noch immer kein Angebot auf dem Tisch liegen würde, auch auf weitere Forderungen von ver.di sei bislang noch nicht reagiert worden.

 

Die Tarifkommission von ver.di will bereits am heutigen Freitag über das weitere Vorgehen in den anstehenden Verhandlungen beraten – auch über Arbeitskampfmaßnahmen soll in diesem Zusammenhang bereits gesprochen werden.

 

 

(Bild: © Verena N. / www.pixelio.de)


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