Banken: Frankreichs Geldhäuser agieren deutlich vorsichtiger
Reuters: Hochrangiger Bankmanager beleuchtet Hintergründe der Banken-Zurückhaltung
Viele Banken in Frankreich sind aktuell offenbar dabei ihr Kreditgeschäft zurückzufahren – sowohl im Ausland als auch im Inland.
Reuters zitiert Banker: „Wenn es kein greifbares Zusatzgeschäft gibt, und der Deal nicht profitabel ist, lassen wir es lieber sein“
Dies hat die für gewöhnlich gut informierte Nachrichtenagentur Reuters aus französischen Branchenkreisen erfahren und zitiert in diesem Zusammenhang auch einen namentlich nicht genannten, aber hochrangigen, französischen Bankmanager:
“Wir müssen mit unserer Bilanz vorsichtiger umgehen und stärker selektiv vorgehen. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernmärkte und Kernkundschaft. Wenn es kein greifbares Zusatzgeschäft gibt, und der Deal nicht profitabel ist, lassen wir es lieber sein“, lautete das klare Statement des Bankers.
Nicht mit an Bord: Frankreichs Banken nicht mehr so aktiv in ehemaligen Kernmärkten
Vor allem bei großen Kreditvergaben in Europa, dem Nahen Osten und Afrika scheinen sich viele Banken Frankreichs momentan ausgesprochen zurückzuhalten obwohl dieses Kreditgeschäft sonst traditionell zum Kerngeschäft dieser Banken zu rechnen ist.
Laut Reuters fehlt ein Engagement französischer Banken sowohl beim 6-Milliarden-Dollar-Kredit für den Rohstoffhändler Xtrata als auch bei einem Darlehen in Höhe von 4,7 Milliarden US-Dollar für ein großes Gasprojekt im Golfstaat Qatar.
Frankreich: Droht Kreditklemme wegen zögerlicher Kreditvergabe?
Auf weiteren Feldern befinden sich Frankreichs Banken offenbar ebenfalls auf dem Rückzug:
Weniger lukrative Kredite würden nur noch in Ausnahmefällen vergeben, auch bei der Vergabe von Dollar-Krediten für Firmenkunden zögen sich französische Banken momentan zurück, wie Reuters am Dienstag mitgeteilt hat.
Der schon länger bekannte weltweite Verkauf von Geschäftsbereichen und Sparten französischer Banken passt hier natürlich ins Gesamtbild.
(Bild: © Gerd Altmann / www.pixelio.de)
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