Aurubis: Der weltgrößte Kupferkonzern kommt künftig aus Deutschland

30. April 2011

Aurubis-Konzern übernimmt Walzprodukte-Sparte von Luvata


Hinter dem klangvollen Namen Aurubis verbirgt sich ein öffentlich eher wenig bekannter Kupferriese – aus Hamburg! Bereits vor der geplanten Luvata-Transaktion war das Unternehmen bereits der größte europäische Kupferkonzern. Durch den Zukauf wird aus dem Europa-Spitzenreiter nun auch der globale Leader für Kupferproduktion und Kupferverarbeitung. Bereits bis zum Sommer (August 2011) soll die komplette Übernahme der Walzprodukte-Sparte des global operierenden Luvata-Konzerns über die Bühne gehen, so das Statement von Aurubis-Vorstandschef Dr. Bernd Drouven.

 

Umsatz der Aurubis-Kupferproduktion soll durch Luvata um 1 Milliarde gesteigert werden


Nach der Kapitalerhöhung von Anfang 2011 wird Aurubis nun mit sinnvollen Akquisitionen aktivDie ehemalige Luvata-Sparte soll nach dem Willen von Aurubis-CEO Drouven den Unternehmensbereich Kupferprodukte nachhaltig und deutlich stärken. Aktuell werden in dieser Aurubis-Business Unit gut 6,2 Milliarden Euro umgesetzt.

 

Rund eine Milliarde Euro Umsatz dürfte hier nun durch den Luvata-Deal hinzukommen, die von rund 1.100 Mitarbeitern erwirtschaftet werden. In Relation zum im Raum stehenden Kaufpreis zwischen 200 und 250 Millionen Euro ist der Luvata-Zukauf für Aurubis also fraglos eine hervorragende Sache. Nach der Übernahme hätte die Aurubis-Gruppe dann weltweit rund 5.900 Mitarbeiter.

 

Nach der Kapitalerhöhung: Mit Luvata Asien und Südamerika im Blick


Darüber hinaus würden sich die beiden Unternehmen – Aurubis und Luvata – und ihre Kupfer-Produkte und Produktionsschwerpunkte sehr gut ergänzen, so ergänzte Aurubis-CEO am gestrigen Freitag in Hamburg. Während der Aurubis-Konzern selbst vor allem im äußerst intensiven Erzeugen und Recyclen von Kupfer tätig ist, ist die Domäne von Luvata die Produktion von Blechen, Platten und Bändern. Die Walzspezialisten Luvata würden also das Portfolio der Hamburger Kupferrecycling-Experten sinnvoll ergänzen. Seit längerem gab es in Hamburg schon ausgereifte Pläne nach einer Kapitalerhöhung auf die wichtigen Schwellenländermärkte in Südamerika und Asien zu expandieren.

 

 

(Foto: © Aurubis AG / Bildarchiv)


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