Athen: Griechisches Parlament verabschiedet Sparhaushalt 2012
Große Mehrheit für die immer noch stark umstrittenen Sparpläne der Regierung Papademos
Das griechische Parlament hat in der Nacht zum Mittwoch – am Ende einer ausgedehnten Sitzung – letztendlich mit großer Mehrheit den lange umstrittenen Sparhaushalt für das kommende Jahr verabschiedet.
Der vom neuen griechischen Ministerpräsidenten Lukas Papademos eingebrachte Budgetplan für 2012 sieht unter anderem merkliche Steuererhöhungen und drastische Ausgabenkürzungen auf vielen Gebieten vor.
Ministerpräsident Papademos sehr erleichtert nach geglückter Abstimmung
Nach der erfolgreichen Abstimmung im nächtlichen Athen (Symbolbild) zeigte sich Papademos im Athener Parlament zuversichtlich, dass der Sparhaushalt für 2012 dabei helfen könne, die internationale Glaubwürdigkeit von Griechenland wiederherzustellen.
„Wir können es uns nicht leisten, länger zu jammern. Die Ziele sind ehrgeizig, aber sie sind erreichbar“, machte der neue griechische Regierungschef am Ende seiner Rede die Dringlichkeit der Lage noch einmal deutlich.
Hoffnung auf die Zukunft: Staatliche Sparmaßnahmen und höhere Steuern sollen die Wirtschaft retten
Von dem nun verabschiedeten Sparplan erhoffen sich die Griechen aber auch eine solidere Grundlage für die dringend notwendige Rettung der Wirtschaft des Landes.
Die Bevölkerung des südeuropäischen Landes hält allerdings nach wie vor wenig von den Sparplänen und Sparzwängen ihrer Regierung:
Noch am Dienstagabend, also unmittelbar vor der Abstimmung, war es in Athen erneut zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen.
(Bild: © Parthenon bei Nacht, Athen: Konstantinos Dafalias / www.pixelio.de)
Weitere Artikel zum Thema:

