ADAC gegen Aral: Verkehrsminister Ramsauer bezieht klar Position
Verkehrsminister Ramsauer: Ein Freund klarer Worte – auch in Sachen E10
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer ist bekanntlich ein Freund des offenen Wortes. Dieser Prämisse blieb er auch heute treu, als er sich wieder einmal zur E10-Situation in Deutschland äußerte und das Marktverhalten der Ölkonzerne und ihren Umgang mit den durch E10 verunsicherten Kunden in deutlichen Worten kritisierte.
Auch die momentan noch anhängige Anzeige des ADAC gegen Aral und andere Ölkonzerne findet durchaus seine Unterstützung: „Der ADAC hat mein volles Verständnis, wenn er mögliches Marktfehlverhalten anprangert“ ließ Ramsauer in Berlin zu diesem aktuell heiß diskutierten Thema heute verlauten. Die ADAC-Anzeigen stoßen in seinem Hause also auf ungeteilte Zustimmung.
Ramsauer sieht Konzerne und Spritanbieter klar in der Verantwortung
Peter Ramsauer griff heute insbesondere einen wichtigen Punkt auf, der in der bisherigen Diskussion möglicherweise etwas unter gegangen war: Die Markt- und Marketingmacht der großen Mineralölkonzerne, die bisher rund um die E10-Einführung quasi in der „Garage“ bleibt.
Er fordert nun, zum wiederholten Male, deutlich mehr Engagement und Aufklärungsarbeit von Aral, Shell, OMV und Co.
Mineralölkonzerne werben gerne für ihre Produkte – weniger gerne für E10
Vor allem die Diskrepanz zwischen dem sonst für Werbemaßnahmen und Produkteinführungen verwendeten Budget und dem aktuell für die E10-Propagierung bereit gestellten Mini-Budget spreche nach Meinung von Minister Ramsauer eine klare Sprache. Auch für die staatlich verordnete Produkteinführung E10-Biosprit müssten die Mineralölkonzerne nun entsprechende Maßnahmen ergreifen.
(Foto: © ADAC / Pressebild)
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