Ackermann-Kritik aus den USA: Gefährlichster aller Banker?
Ackermann eine Gefahr: Ex-IWF-Chefökonom Johnson spricht Klartext
Das Wort des Deutsche Bank-Chefs hat Gewicht, das war schon immer so: Ex-Bankchef Hilmar Kopper musste sich beispielsweise noch Jahre später für seinen verbalen Unwort-Ausrutscher „Peanuts“ rechtfertigen.
Auch der aktuelle CEO der Deutschen Bank – Josef Ackermann – ist alles andere als umstritten, sowohl wegen seiner Statements als auch wegen seiner ehrgeizigen Unternehmensziele, denen er, sehr zum Ärger seiner Kritiker, nur allzu oft die entsprechenden Taten folgen lässt. Prominentestes Beispiel ist hier natürlich, sein immer wieder verkündetes – und fast immer erreichtes - Ziel von 25 Prozent Eigenkapitalrendite.
Gegenwind von unerwarteter Seite: Kritik an Ackermann
Am heutigen Tage bekommt Josef Ackermann allerdings Gegenwind von eher unerwarteter Seite, nämlich vom Ex-IWF-Chefökonomen Simon Johnson, der vom März 2007 bis zum August 2008 in dieser verantwortungsvollen Position tätig war. Johnson bezeichnete Ackermann in einem Interview wortwörtlich als „einen der gefährlichsten Bankmanager der Welt“.
Kein Wunder, dass ein solches Statement in der deutschen Banken- und Medienwelt heute für gehöriges Aufsehen sorgte!
Johnson: Die Deutsche Bank ist systemrelevant – und müsste im Ernstfall gerettet werden
Konkret bezog sich Johnson mit seiner Aussage auf das Ackermannsche 25-Prozent-Renditeziel, dass seiner Meinung nach zum guten Teil durch den deutschen Steuerzahler ermöglicht würde, denn die Deutsche Bank sei in Deutschland dermaßen systemrelevant, dass sie im Falle einer drohenden Zahlungsunfähigkeit in jedem Falle gerettet werden müsste.
Seiner Meinung nach wisse das Ackermann natürlich, und noch mehr, er plane es bei riskanten Geschäften und in seinen Renditevorstellungen geradezu ein.
(Foto: © Deutsche Bank AG / Pressebild)
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