Abschlusserklärung für EU-Gipfel: G20 sollen IWF stärken

22. Februar 2012

Reuters: Die Abschlusserklärung für das EU-Spitzentreffen liegt bereits vor


In der kommenden Woche steht erneut ein Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union auf der Agenda: Die EU-Verantwortlichen wollen das die G20-Staaten dem IWF mehr Mittel zur Verfügung stellenIn der kommenden Woche steht wieder einmal ein Treffen der Staats- und Regierungsverantwortlichen der EU auf der internationalen Agenda. Der Nachrichtenagentur Reuters liegt nach eigenen Angaben aber schon jetzt ein Entwurf für die Abschlusserklärung des EU-Gipfels vor:

 

Die EU-Forderungen nach zusätzlichen Mitteln dürften erst später auf der G20-Agenda auftauchen


In diesem Entwurf fordern die Führungsspitzen der EU die G20 – die Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer – dazu auf, schon im April 2012 möglichst einer weiteren umfangreichen Mittelbereitstellung für den Internationalen Währungsfonds (IWF) zuzustimmen.

 

Die zusätzlichen IWF-Mittel sollen nach dem Willen der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union für die weitere Bewältigung der Schuldenkrise in der Euro-Zone zur Verfügung stehen.

 

Bereits Ende dieser Woche treffen sich die Finanzminister der G20 in Mexiko City, Experten und auch die Nachrichtenagentur Reuters gehen momentan allerdings nicht davon aus, dass die geforderte Zustimmung zu weiteren IWF-Mitteln schon diesmal auf der Agenda steht. Beim übernächsten G20-Treffen dürften die jüngsten Forderungen aus der Europäischen Union dann aber mit ziemlicher Sicherheit auf die Tagesordnung rücken.

 

G20-Staaten eher skeptisch: Sie setzten darauf, dass die EU sich selbst hilft


Vor allem die USA, aber auch andere Staaten, äußerten zuletzt allerdings Zweifel an der geplanten Strategie die „Kriegskassen“ des IWF mit weiteren 600 Milliarden US-Dollar noch krisenfester zu machen. Sie plädieren eher dafür, dass die Euro-Zone zuerst einmal selber ihre Angelegenheiten regelt und beispielsweise im Rahmen der Stabilisierungsfonds EFSF und ESM mehr Kapital mobilisiert.

 

 

(Bild: © Euro-Denkmal am Theaterplatz in Frankfurt am Main: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / www.pixelio.de)


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